Chirotherapie

Die Chirotherapie wird auch als manuelle Medizin bezeichnet. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts in Amerika aus der Osteopathie entwickelt, war aber in ihren Ursprüngen schon im alten Ägypten bekannt. Durch bestimmte Handgriffe werden gegeneinander verschobene oder blockierte Wirbelkörper oder andere Gelenke in ihrer Beweglichkeit wiederhergestellt.

Alle Wirbel sind über Gelenke miteinander verbunden und so für die Beweglichkeit der Wirbelsäule verantwortlich. Zwischen den Wirbeln treten Nerven aus der Wirbelsäule, um zu den inneren Organen und dem Bewegungsapparat zu gelangen und die Sinnesorgane wie auch die Haut zu versorgen. Veränderungen in den Gelenken betreffen auch diese Nerven. Durch kleine Verschiebungen und Blockierungen kann das Zwischenwirbelloch verengt sein. Der Nerv wird eingeklemmt und geschädigt. Durch die Nervenreizung können nachfolgend Organstörungen entstehen. Häufig treten starke Schmerzen durch Blockierungen der Gelenke auf, diese kennen wir z.B als „Hexenschuss“ im Bereich der Lendenwirbelsäule  oder als akuter „Schiefhals“ wenn die Halswirbelsäule betroffen ist. Die meisten Wirbelgelenksblockierungen sind auf unzureichende Stabilität und Harmonie der Wirbelsäulenmuskulatur zurückzuführen.

Die Chiropraktik wird vor allem in der Therapie von Schmerzen oder von Fehlfunktionen innerer Organe angewendet, die durch diese Reizung ausgelöst werden. Der Chiropraktiker mobilisiert und manipuliert die Gelenke. Das bedeutet, dass er sie ohne viel Kraftaufwand mittels bestimmter Handgriffe in ihre alte Position bringt und somit wieder beweglich macht. Günstig für einen Erfolg der Therapie ist die anschließende weitere Krankengymnastik, die der Patient zum Beispiel im Rahmen einer Rückenschulung ausführt.
Die heutige Chirotherapie ist wissenschaftlich voll anerkannt. Sie sollte jedoch nur von Ärzten und ausgebildeten Chiropraktikern ausgeführt werden. Angewendet wird die Therapie bei Funktionseinschränkungen der Wirbel oder anderer Gelenke. Auch andere Probleme des Bewegungsapparates können vom Chiropraktiker behandelt werden, vor allem bei Patienten mit chronischen Schmerzen am Bewegungssystem.

Nicht anwenden darf man die Chiropraktik bei Patienten mit akuten entzündlichen Erkrankungen in der Behandlungsregion, genauso wenig nach Verletzungen mit Knochenbeteiligung oder schwerer Osteoporose.

MITGLIED DER